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Anna Ryan (Soprano) Press

Anna Ryan wiederum ist eine dramatische, vokal sehr sichere Saffi. Der Sopranistin hört man jedoch an, dass sie auch bereits eine “Turandot” singt.

Peter Jordan – Kurier

Die denkbar schönste Saffi ist die dunkelhaarige, von Melancholie umflossene Anna Ryan, deren Timbre ideal zu dem Gestus passt, den Strauß der Rolle verliehen hat. Wenn sie mit mächtiger Stimme loslegt, scheint sie die Arena zu sprengen, sie ist aber auch sehr wohl imstande, ihre Mittel zu bändigen. Kurz, kein Wunder, dass Barinkay die und keine andere will.

Renate Wagner – Der neue Merker

Die Dame zuerst, also Anna RYAN, die mit ihrem jungendlich-dramatischen Sopran sowohl die zarten Lyrismen der Aida in „Ritorno vincitor“ und der großen Amelia-Arie, als auch die dramatischen Ausbrüche der Abigaille und deren gefürchtete Intervallsprünge gekonnt auslotet, wobei sie vor allem in den Höhen beachtliche Dynamik entwickelt, ohne scharf oder schrill zu werden. Besonders das Duett mit Nabucco war dank ihres Einsatzes der Höhepunkt am Ende des Abends.

Peter Skorepa – Der neue Merker

Anna RYAN zeigte mit berührenden Tönen als Tosca ihre Leidenschaft für die Kunst und die Liebe, war mit begeisternden Spitzentönen dabei, als Turandot ihre Rache dem männlichen Geschlecht anzukündigen – übrigens die erste Turandot, bei der ich verstehe, dass sich Kalaf augenblicklich in sie verliebt – war eine berührende Butterfly und eine überzeugende Leonora im Duett mit Luna

Peter Skorepa – Der neue Merker

Wie schon in Wien, war auch diesmal ANNA RYAN die Fleana, die diese, von feinen lyrischen Phrasen bis zu dramatischen Ausbrüchen reichende Partie mit ihrem hellen, lyrisch-dramatischen Sopran hervorragend meisterte. Auch im Spiel überzeugend, war sie darüber hinaus auch noch eine hübsche und rassige Vertreterin des Romavolkes. Zusammen mit dem schönstimmigen ZOLTÀN VONGREY in der Rolle des Tamar bewies die Sängerin, welch schöne Liebesduette der Komponist für Bariton und Sopran schreiben konnte

Peter Skorepa – Der neue Merker

Zeitlos Beethovens “Fidelio” führt in Stralsund fesselnd die Gegenwart von Machtmissbrauch und Gewalt vor Augen.
Glanzpunkt der Aufführung ist die Sopranistin Anna Ryan als Leonore. Mit welcher Dezenz und Genauigkeit sie ihrem Körper voller Weiblichkeit die männlichen Gesten des Fidelio überstülpt, hat enorme schauspielerische Souveränität. Und ihre wandlungsfähige Stimme, die in der Tiefe weich und zärtlich, in der Höhe von metallischer Härte sein kann, überstrahlt das gesamte Ensemble.

Michael Baumgartl – Nordkurier vom Mo, 3. März 2008

Wie bereits erwähnt, war Anna RYAN in der Titelrolle ein Glücksfall für diese Inszenierung und bis früh in den Morgen beim Festbankett, zu dem das Publikum der Premiere von den Stadtvätern eingeladen wurde, umjubelter Mittelpunkt der Gala. Sie ist eine grandiose Singschauspielerin, die sich besonders im 2. Akt bis zur Selbstaufgabe in ihre Rolle hineinsteigert. Ihre grosse Arie legt sie wohl dosiert und nicht als Stimm-Protz an, obwohl sie diese Möglichkeiten durchaus hätte. In der Finalszene setzt sie dann allerdings auch diesbezüglich einen fulminanten Schlusspunkt. Mühelos überstrahlt ihr Sopran diese gesamte Ensembleszene. Eindrucksvoll!!!

Anton Cupak – Der neue Merker vom Mo, 3. März 2008

Abigaille ist diesmal mit Anna Ryan besetzt. Sie verfügt über eine ungemein starke Bühnenpräsenz, dominiert die Ensembles, setzt die Höhen der Abigaille bombensicher in den Sternenhimmel – und auch die Verstärkeranlage attestiert ihr keinen Makel.

Renate Riener – Der neue Merker vom 08+09/2007